Die Apérokultur in Frankreich

Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Franzosen? 

Gemeinsame Abende mit gutem Essen und langen Unterhaltungen verbringen. Meist ist der Apéritif - oder kurz: Apéro - nur der Beginn eines ausgiebigen Dîners. Doch häufig wird man auch nur auf einen Apéro eingeladen oder trifft sich nach dem Arbeitstag in einem Bistro auf einen Apéritif.



Was ist ein typischer Apéro?

Ein Portwein, Whiskey, ein Saft (z. B. Tomatensaft), Martini oder der berühmte Kir (Weißwein mit einem Schuss Likör aus schwarzen Johannisbeeren). Dazu gibt es in der Regel Oliven, Nüsse, Chips, Cracker und anderes Knabbergebäck. Dafür verwendet man Schälchen in allen Farben und Formen, Tablettes, Krüge, eine Schale mit Eis und Servietten. Man serviert Dips, Fingerfood-Häppchen, Cocktails, dünne Baguettescheiben mit diversen Belägen und mehr. 

Den Apéro kann man in allen möglichen Situationen und Orten einnehmen: während eines Picknicks im Park oder am Fluss, auf dem Balkon, nach dem Markteinkauf, neben dem Zelt im Urlaub oder in einem Restaurant nach der Arbeit. Die meisten Apéros enden nach ein paar Stunden, doch manchmal ziehen sie sich auch bis nach Mitternacht.

L'apéro ist ein ungezwungenes Zusammensein, das man auch ganz leicht zuhause veranstalten kann ohne viel vorzubereiten zu müssen. Dieses Ritual ist in Frankreich meist fester Bestandteil des Alltags und wir Deutschen könnten eigentlich auch viel öfter in entspannter Runde beisammensitzen und so den Feierabend einleiten.


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